Realschule Öhringen
 
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Wird ein Hund böse geboren?

Am Donnerstag, dem 28.10.2021 waren meine Klasse 6a und ich im Theater in Heilbronn. Wir sahen uns das Stück „Die Zertrennlichen“ an. Es handelt von zwei Kindern, die Romain und Sabah heißen und Nachbarn sind. Die beiden haben beide ihre eigenen Vorstellungen: Sabah will Sioux-Indianerin werden und Romain galoppiert mit seinem Schaukelpferd in verschiedene Welten. Eines Tages, sehen sich die beiden vom Fenster aus zu, von da an ändert sich alles: Sie werden dickste Freunde und spielen immer zusammen: Im Wald, zu Hause. Doch Sabah ist eine Algerierin und Romains Eltern sind Rassisten und hassen Algerier. Doch die beiden lassen sich davon nicht stören und reiten und kämpfen sich zusammen durch den Wald und durch die größten Gefahren. Sie sehen in einem Wald z.B einen toten Hirsch. Sie rennen durch den Wald und sehen verschiedene Tiere. Die beiden werden trotz des Hasses der Eltern die dicksten Freunde und bleiben für immer zusammen.

Ich fand das Theater gut, weil die Kinder eine sehr schöne Phantasie haben, als sie in schöne Welten reisen. Was ich auch noch schön finde ist, dass sich die beiden trotz der Meinung der Eltern von Romain so gut verstehen und sie nichts trennen kann.“ (Leana, 6a)

Vor dem Theaterbesuch in der Boxx hatten die SchülerInnen der 6a Gelegenheit, an einem Workshop im Komödienhaus teilzunehmen, der in Kooperation mit dem Demokratiezentrum Baden-Württemberg und der Fachstelle „kompetent vor Ort. Gegen Rechtsextremismus“ angeboten wurde. In Form eines „Aufsteh-Spiels“ wurden gemeinsame Merkmale und Verhaltensweisen aufgezeigt und hinterfragt, wie es zu Abwertung und Ausgrenzung kommen kann. „Ist die ungarische Sprache weniger wert als Französisch?“ „Wird ein Hund böse geboren?“ – Ein Mensch? – Wieso sind Superhelden so oft männlich und haben helle Haut? Es wurde bewusst, dass Supermarktregale ziemlich leer wären, wenn wir auch bei den Nahrungsmitteln alles Fremde ausschließen würden? Was können wir tun gegen Ungerechtigkeit, Vorurteile, Abwertung?

Im Theaterstück konnte anschließend beobachtet werden, wie Vorurteile die Freundschaft von zwei Jugendlichen, die aus verschiedenen Welten (Kulturen) kommen, belasten und zerstören können. In der Boxx sitzen die ZuschauerInnen immer sehr nah dran und können somit hautnah das intensive Theaterspiel der SchauspielerInnen mitverfolgen. Diese schlichen und sprangen in diesem Stück über Stühle und Tische und nahmen die BesucherInnen dabei mit in ihre besonderen Situationen in der Familie, der Schule, auf der Straße, im Wald…